Erfindung(cc) – Creative Commons Patente

“Wie großartig wäre es, wenn es eine Kristall- oder Algenart gäbe, die wärmetauschende Eigenschaften hätte?” dachte ich mir neulich als ich zum gefühlt achten Mal duschte – nicht weil ich so dreckig war, sondern um mich ein wenig abzukühlen (Geht Euch der Sommer auch so auf den Geist?). Der Gedanke dahinter war, dass man eine dünne Schicht solcher Kristalle (oder Algen) in die eigenen Klamotten einnähen könnte, so dass diese von selbst klimatisiert wären. Sollte es solche Kristalle (oder Algen) tatsächlich geben, wäre ich als Erfinder des vollklimatisierten Hosenanzugs wahrscheinlich spätestens diesen Dezember reich und berühmt. Businessmenschen auf der ganzen Welt lägen mir zu Füßen, denn dank der Kristalle (oder Algen) in ihren Anzügen müssten sie im Sommer nie wieder schwitzen um gut auszusehen.

Als ich mich von der Vorstellung der rauschenden Dankesfeierlichkeiten erholt hatte und durch eine rasche Recherche herausfand, dass es wohl keine solche Kristalle gibt (auch keine Algen), blieb mir nur noch, mir auf dem harten Boden der Realität zu überlegen, was denn ein wirklicher Erfinder heutzutage für Möglichkeiten hätte, fair und profitabel mit so einer Erfindung umzugehen. Da ich nichts von Patentrecht verstehe, kein Anwalt bin und noch nie in meinem Leben etwas erfunden habe (da war dieser Aschenbecher, den ich im Kindergarten geknetet habe, aber ich bin mir recht sicher, dass der nicht zählt), folgt nun ein laienhaft zusammengestolperter Gedanke zum Thema Patente. Viel Spaß.

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Eigenhirntherapie

amazing randi at helsinki 2010 6Creative Commons License Bild: Idhren

In Mark Twains “Die Abenteuer des Huckleberry Finn” treffen Huckleberry Finn und Jim während ihrer Reise auf zwei Betrüger, genannt der Herzog und der König. Ihre adlige Abstammung ist nur eine von vielen Lügen, die sie während der im Buch beschriebenen Episoden auftischen. Sie verdienen ihren Lebensunterhalt mit der Aufführung von schlechten Theaterstücken, mit denen sie die Einwohner kleinerer Städte um ihr Geld prellen. Sie sind eine literarische Verkörperung der legendären Schlangenölverkäufer des Wilden Westens, die von Ort zu Ort zogen und den ungebildeten Siedlern des Westens Schlangenöl als Heilmittel für alle denkbaren Krankheiten verkauften. Der Trick funktionierte, da die Betrüger zu dem Zeitpunkt, als ihre Opfer merkten, dass das Schlangenöl ihre Beschwerden natürlich nicht lindern konnte, längst über alle Berge waren.

Schon damals wird das “Geschäftsmodell” dieser Betrüger davon gestützt worden sein, dass jeder schon von der Tante eines entfernten Verwandten gehört hat, dass der Nachbar eines Schwagers seinen Blasenstein mit der Hilfe der Elixiere dieser reisenden Quacksalber geheilt hat. Solche Hörensagen-Geschichten, die aus vermeintlich vertraulichen Quellen stammen, sind integraler Bestandteil jedes langfristigen Betrugs, der darauf basiert, Leuten Geld aus den Taschen zu ziehen auf einem Gebiet, über das diese selber nicht viel wissen.

Heute in unserer modernen Gesellschaft, in der Jeder etliche Jahre Schuldbildung genossen hat, erscheinen uns solche Geschichten und die Opfer in ihnen mindestens naiv, wenn nicht gar dumm. Wie konnten Huckleberry und Jim solchen windigen Gesellen aufsitzen? Wer konnte je wirklich annehmen Schlangenöl bewirke irgendetwas im menschlichen Körper? Das passiert uns heute garantiert nicht mehr mit all unserem modernen Wissen. Nun, der Herr auf dem Foto da oben ist James Randi; einer der wohl bekanntesten Skeptiker der Welt und er erzählt bereitwillig jedem, der bereit ist zuzuhören, über die modernen Schlangenöle, die auch heute noch an gutgläubige Menschen verkauft werden mit dem Versprechen, so gut wie alle Krankheiten heilen zu können. Sie heißen eben heute nur anders.

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Endlich vorbei – das WM Finale

Spanien – Niederlande 1:0 (n.V)

Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber ich bin froh, dass die WM vorbei ist. Ich bin froh, dass diese endlose Aneinanderreihung von mittelmäßigen Fußballspielen, nur ab und an unterbrochen von Perlen, ein Ende hat.  Ich hatte mir ja vorgenommen jedes mir mögliche Spiel zu sehen und wenn möglich immer ein zwei mittelkluge Zeilen drüber zu schreiben. Das ist nicht ganz gelungen, auch weil es streckenweise dank der Parallelübertragungen der normalen Verfassung der Raum-Zeit widersprochen hätte, wenn ich alle Spiele gesehen hätte.

Nun ist es vorbei dieses “Fußballfest”. Es war kein großes und es wird wohl kein Spiel länger als bis zum ersten Qualifikationsspiel der Deutschen gegen die Faröer Inseln für die EM 2012 in Erinnerung bleiben. Ganz passend war es da, dass auch das Finale kein unbedingt gutes Fußballspiel war. Hart umkämpft und insbesondere in der Verlängerung sehr spannend – aber nicht gut.

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Roskilde 2010

Beeidruckende Bilder vom Roskilde Festival. Ich bin mir ja immer nicht sicher bei solchen emotionalen Bildern, ob ich nochmal 17 und abgebildet sein möchte oder so alt wie jetzt und der Fotograf sein möchte.

Bisschen von beidem denke ich.

[via]

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Deutschland – Spanien 0:1

Uruguay – Niederlande 2:3

Gäbe es das Konzept “Gerechtigkeit” im Fußball, es würde durch dieses Spiel symbolisiert. Uruguay, mit der Verlängerung gegen Ghana in den Knochen, spielte träger, doppelte aber tapfer Robben und Sneijder und versuchte zu verheimlichen, dass ihnen nach vorne nicht viel einfiel. Die Niederlande, den Sieg gegen Brasilien im Rücken, spielte mit Selbstbewußtsein auf und tat so als seien die furchtbaren Spiele vor Brasilien nie passiert. Das Konzept ging für beide auf, die Niederlande ging in Führung, Uruguay glich aus – beide Tore fielen durch wunderschön getretene Schüsse – zur Halbzeit ein gerechtes Unentschieden.

Nach dem Wechsel öffneten beide Mannschaften ihr Spiel – ein Satz, für den ich mir auch heute wieder die goldene Beckmann-Nadel am Band verdiene. Im Endeffekt reichten den Niederlanden vier Minuten aufmerksamer Fußball, in denen sie zunächst ein Billardtor erzielten ehe Robben mit einem schulmäßig abgeschlossenem Flankenangriff per Kopf das 3:1 erzielte. Das sah in dieser Phase alles schon ganz so aus, als wollten sie wirklich in dieses Finale während Uruguay in dieser Phase mehr “auch auf dem Platz war”. Oscar Tabarez, der Trainer Uruguays, bewies Sinn für Humor als er als Reaktion auf die plötzlich so klare Führung der Niederlande Forlan vom Platz nahm.

In den letzten fünf Minuten des Spiels wurden sowohl Forlan als auch Suarez, der dank der Roten Karte gegen Ghana dieses Spiel von der Tribüne sah, im Sturm Urugays vermisst, denn nach dem Anschlußtreffer durch Pereira, legte Schiedsrichter Ravshan Irmatov die Empfehlung von “3 Minuten Nachspielzeit” des vierten Offiziellen, sehr großzügig aus, was Uruguay zu einem fünfminütigem Sturmlauf nutzte. Doch beide Topstürmer waren nicht mehr da: Gerechterweise verloren. Der Wechsel von Forlan war in meinen Augen ein klarer Fehler, die Rote Karte im Spiel zuvor eine Unsportlichkeit – auch hier die verspätete Gerechtigkeit.

Geht schon in Ordnung so.

Morgen hat dann Deutschland die freie Wahl ob ihnen ein Gegner angenehmer ist, der bisher keinen überzeugenden Fußball gespielt hat und doch immer irgendwie das bessere Ergebnis auf seiner Seite hatte oder eine frustrierte Mannschaft aus Uruguay, die wohl für ihren Stolz nochmal ordentlich rennen werden im Spiel um Platz drei. Beides unbequeme Gegner. Eins, zwei oder drei… Und dann ist da ja noch Spanien. Ob Ihr wirklich richtig steht…

Hach, so ein bisschen bin ich ja aufgeregt.

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Flattr

Wie bereits angekündigt hier ein paar Gedanken zum Thema flattr. Wer nicht ganz unter einem Stein gelebt hat in den letzten drei Internetmonaten, der hat mitgekriegt, dass Peter Sunde und Linus Olsson vor einiger Zeit flattr aus dem Boden gestampft haben. Ein Mikrobezahldienst, mit dem man Inhalte, die einem im Netz gefallen haben, auch finanziell belohnen kann (Erklärvideo in 1:44).

Nicht nur, dass flattr momentan vor allem in Deutschland rumgereicht wird, was sich an der eklatanten Häufung oft schlechter Wortspiele in deutschen Blogüberschriften bemerkbar macht, es hat sich, laut den Einnahmeberichten, auch durchaus gelohnt für einige Projekte. Unabhängig von den Verbandelungen mit Pirate Bay, was Peter Sunde ja dereinst mitgründete, habe ich noch ein paar andere Bauchschmerzen beim Thema flattr, die ich einmal festgehalten wissen will bevor ich erkläre, warum es vorerst doch einen flattr Button hier geben wird.

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